Globaler Klimastreik in Herrenberg

Veröffentlicht am: 24. September 2020

Am 25. September füllten ca. 140 Personen den Herrenberger Marktplatz und haben unter Einhaltung der aktuell erforderlichen Hygienemaßnahmen für eine ambitioniertere Klimapolitik demonstriert. Neben den Forderungen an die Bundespolitik richtet sich die Versammlung der Ortsgruppe Herrenberg auch an den Klimaschutz in Herrenberg.

„Schon seit über 30 Jahren wissen wir, dass es den menschengemachten Klimawandel gibt und, dass er gefährlich ist“, betonte Jannis Ahlert zum Beginn der Kundgebung am Freitagmittag in Herrenberg. Seit Jahrzenten forderten Wissenschaftler*innen das Umsetzen von Maßnahmen gegen steigende Treibhausgasemissionen. Auch die Proteste der jungen Klimaschutzbewegung erfährt Rückhalt von zahlreichen Wissenschaftler*innen. „Bis heute haben um die 30.000 Expert*innen unsere Forderungen unterschrieben“, so Jannis Ahlert. Dr. Guido Mennicken, promovierte Biologe aus Leonberg, wies in seiner Rede vor dem Rathaus deutlich darauf hin, dass es nicht an wissenschaftlicher Expertise fehle, sondern an politischer Bereitschaft. „Das Wegschauen der Politik macht nicht nur uns Biologen Angst, auch die Wirtschaft wird darunter leiden“, so Mennicken. Man sei sich einig, dass fossile Brennstoffe ein Enddatum haben. Investiere man jetzt nicht ausreichend in zukunftsorientierte Technik, so werde der Innovationsstandort Deutschland abgehängt.

Neben den Forderungen an die Bundespolitik ist es der FFF-Ortsgruppe Herrenberg auch wichtig den kommunalen Klimaschutz zu adressieren. Die Stadt Herrenberg hat sich zum Ziel gesetzt bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu sein. Was das überhaupt bedeutet und wie ein entsprechendes Konzept aussehen soll wird im Beteiligungsprozess zum Klimafahrplan diskutiert. „Herrenberg ist eine Mitmachstadt und weiß, wie man viele Meinungen in eine Beteiligung einfließen lässt“, so Jannis Ahlert. Für kommunalen Klimaschutz seien vor allem die Strom- und Wärmeversorgung, sowie die Mobilität entscheidend, fährt er fort. Die Stadtverwaltung müsse hier ihre Bürger*innen aktiv unterstützen um z. B. das Installieren einer Solaranlage so einfach wie möglich zu gestalten.

Im Interview mit Tim Rühle, Gründer des Pop-Up-Restaurants „Fit & Fröhlich“, das diesen Sommer in Herrenberg gesunde und nachhaltige Gerichte anbot, stellte Moritz Schuker dar, was auch jede*r Einzelne für das Klima tun kann. „Es geht nicht darum, alles richtig zu machen. Das eigene Handeln zu hinterfragen, einen möglichen besseren Weg zu finden und offen für Veränderungen zu sein, ist entscheidend“, so Moritz Schuker. Die Politik müsse jedoch auch hier ihrer Verantwortung gerecht werden und den nötigen Rahmen schaffen, damit es allen möglich ist Umwelt- und Klimaschutz auch im Alltag leben zu können. Zum Ende der Versammlung hinterließen einige Teilnehmende ihre eigenen Statements und Forderungen mit Straßenkreide auf dem Marktplatz – „Klimaschutz jetzt!“

Lisa Bessey, selbst erst seit wenigen Wochen Teil des Orga-Teams ruf zum Ende der Kundgebung noch zum Mitmachen auf, „Wir können definitiv noch Unterstützung gebrauchen“. Wer Lust hat mit der Ortsgruppe Kundgebungen zu planen oder anderweitig Stellung zu beziehen, findet unter http://www.fridaysforfuture.de/regionalgruppen den Kontakt per Mail, WhatsApp oder Instagram – oder meldet sich im Stadtjugendring.

Zum Projekt Fridays for Future in Herrenberg
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