Darum Jugendbeteiligung!

In der Gemeindeordnung vom 28. Oktober 2015 heißt es: „Die Gemeinde soll Kinder und muss Jugendliche bei Planungen und Vorhaben […] in angemessener Weise beteiligen.“ Viele städtische Themen und Entscheidungen betreffen junge Menschen direkt oder längerfristig. Dennoch sind Kinder und Jugendliche von sich aus selten in Gremien und bei Veranstaltungen anzutreffen, in denen sie Einfluss nehmen könnten.

Die Erfahrung in Herrenberg und anderen Kommunen zeigt: Gibt man Jugendlichen die Möglichkeit zusammenzukommen und aktiv mitzugestalten, bereichert das den gesamten politischen Prozess. Stadt und Gemeinderat erhalten Einblicke in Anliegen und Sichtweisen junger Menschen und kommen gleichzeitig in Kontakt mit einem kreativen, unkonventionellen und konstruktiven Ideenreichtum. Dadurch sind sie in der Lage, Entscheidungen auf einer breiteren Basis zu treffen. Nicht zuletzt fördert Jugendbeteiligung eine politisch interessierte, demokratische Grundhaltung und Identifikation Jugendlicher für und mit ihrer Heimatstadt.

Doch Jugendbeteiligung ist kein Selbstläufer. Engagement und Verantwortungsübernahme Jugendlicher entwickelt sich nur in einem persönlichen und vertrauensvollen Umfeld. Ebenso wichtig ist eine für die jeweilige Zielgruppe passende Ansprache (sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen!). Nicht zuletzt braucht gelingende Jugendbeteiligung eine inhaltlich und methodisch professionelle Vorbereitung, pädagogische Begleitung und die Sicherstellung einer gewissen Kontinuität.

Durch die Fachstelle Jugendbeteiligung sind die pädagogischen und organisatorischen Rahmenbedingungen geschaffen, um ein langfristiges Fortbestehen der Jugendbeteiligung in Herrenberg zu gewährleisten.