Orte für Jugendliche in Herrenberg

Veröffentlicht am: 17. Mai 2018

Die Jugenddelegation hat sich erneut mit den Jugendbeauftragten des Gemeinderats und der Stadtverwaltung getroffen. Neben Information und Austausch über aktuelle Beteiligungsprojekte hatten die Jugendlichen diesmal ein Schwerpunktthema gesetzt: Orte für Jugendliche. Beim Treffen am 8. Mai im Klosterhof waren diesmal Vertreter*innen aus vier Fraktionen und der Stadtverwaltung, außerdem neun Mitglieder der Jugenddelegation anwesend.

Ziel der Treffen ist zum einen der Informationsaustausch über aktuelle jugendrelevante Themen. Ebenso wichtig ist aber auch die gemeinsame Diskussion darüber, wie diese Themen gemeinsam weiter vorangebracht und zu einem Erfolg gebracht werden können. Die wohl wichtigste Neuerung: bei jedem Treffen soll es ein Hauptthema geben, über das gemeinsam diskutiert wird.

Nach der Vorstellung der im Jugendforum entstandenen Projektideen kam denn auch das Hauptthema für dieses Treffen auf den Tisch. Zu der Frage: Werden in Herrenberg mehr Orte für Jugendliche benötigt und wenn ja, in welcher Form? gingen die Jugendlichen mit den Jugendbeauftragten in drei Gruppen ins Gespräch. Im Grundsatz waren sich alle einig: Herrenberg braucht mehr Orte für Jugendliche. Zum einen fühlten sich nicht alle Jugendlichen in den bereits vorhandenen Orten gleichermaßen wohl und deren Platz würde auch nicht ausreichen. „Klar, das alte Freibad wird bald eröffnet und die Freizeitanlage kommt wohl schneller als erwartet – für den Winter und für Abends sind das aber keine Alternativen“, lautet die Einschätzung von Elli (17) dazu. Und Henrik (18) ergänzt: „Etwas günstig und unkompliziert für private Zwecke zu finden ist genauso schwer wie öffentliche Orte für spontane Treffen.“ Als mögliche Lösungsideen wurden unter anderem flexibel einsetzbare Container, als auch JUBS (Jugendbegegnungsstätten) im Vorbild anderer Gemeinden genannt.

Ebenfalls diskutiert wurde die Wahrnehmung der Jugendlichen, dass einige Treffpunkte zunehmend in Frage gestellt werden. Ob Verschmutzung auf den Schulhöfen, Feiern an der Stiftskirche oder Sachbeschädigung im Klosterhof – immer wieder werden in Konsequenz für das Fehlverhalten einzelner Jugendlicher Aufenthaltsorte reglementiert oder geschlossen. „In solchen Fällen ins Gespräch zu gehen und gemeinsam Lösungen zu finden, das wird immer wieder unsere Aufgabe sein“, stellten die Gemeinderäte dazu fest. Die Jugenddelegation will hier auf jeden Fall am Ball bleiben!

Die Jugenddelegation wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesfamilienministerium gefördert.

Du möchtest dich auch für jugendpolitische Themen in Herrenberg einsetzen und hast Interesse an der Mitarbeit in der Jugenddelegation? Dann melde dich bei Simon im Stadtjugendring.

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