Veränderung nachhaltig gestalten

Veröffentlicht am: Januar 20, 2025


Die Jugendarbeit lebt vom Wandel – sei es durch neue Themen in der Lebenswelt Jugendlicher, personelle Veränderungen oder strukturelle Anpassungen im Stadtjugendring.
Ende 2023 wurde der ehrenamtliche Vorstand neu gewählt. Gleich zu Beginn setzte er ein sichtbares Zeichen: Der große Raum in der Marienstraße 21 wurde mit viel Kreativität und nachhaltigem Ansatz umgestaltet. Es entstand ein Chill- und Action-Bereich mit Graffiti, Sofaecke und Kicker in Kombination mit Arbeits- und Konferenzraum mit Tischen, Whiteboards und Beamer. „Uns war wichtig, so viel wie möglich mit Gebrauchtem zu gestalten. Das spart Kosten und schont die Umwelt“, betont Kassiererin Stefanie Oberwegner.
Auch personell brachte 2024 Veränderungen: Wechsel in Fachstelle Jugendbeteiligung, Buchhaltung und Verwaltung sowie das Auslaufen der Förderung von Demokratie leben! gaben Anlass, die interne Organisation neu zu denken. „Wie gut, dass wir mit unserer Geschäftsführerin, die systemische Organisationsentwicklein und -beraterin ist, das Know-How im Verein haben.“ betont die 2. Vorsitzende Mirvat El-Dassouki. In einem gemeinsamen Prozess entwickelten Haupt- und Ehrenamtliche einen Aufgabenkatalog, überprüften Strukturen und definierten Schnittstellen. Ziel war, Ressourcen zu gewinnen, statt sie in alte Abläufe zu binden. Ergänzend dazu stellte die Geschäftsführung auf Beschluss des Vorstands die Buchhaltung auf DATEV um.
Trotz aller Umbrüche blieb die Jugendarbeit kontinuierlich wirksam: Projektgruppen wie Fridays For Future, Christopher Street Day oder die Jugenddelegation gestalteten das städtische Leben durch ihre Aktionen und Veranstaltung mit. Zudem entstanden neue Formate, darunter die Podiumsdiskussion vor der Kommunalwahl, das interkulturelle Fastenbrechen, die Lange Nacht der Demokratie bei der KDTI, Aktionen beim Streetlive-Festival oder die Vereinsmeisterschaft des Judo-Clubs unter dem Motto „Starke Werte – Starke Kinder“.
Auch die Mitgliedsvereine brachten 2024 wichtige Bedarfe und Themen ein. In der Mitgliederversammlung stand das Thema Alltagsrassismus im Mittelpunkt. In einem intensiven Austausch setzten sich die Vereine mit eigenen Erfahrungen auseinander und diskutierten Wege, wie sie Diskriminierung im Alltag entgegenwirken können – sowohl innerhalb der Vereinsarbeit als auch in ihrem gesellschaftlichen Umfeld. Ein weiteres Highlight war die Entstehung des Begegnungsorts Streuobstwiesen am Freizeitgelände Längenholz. In Kooperation mit der Initiative der Streuobstpädagog*innen und mit Unterstützung des städtischen Amts „Technik und Grün“ wurde ein naturnaher Raum geschaffen, der Bildung, Begegnung und Umweltbewusstsein verbindet. Jugendliche, Familien und Vereinsgruppen haben nun die Möglichkeit, Naturerfahrungen zu sammeln, Projekte umzusetzen und die Streuobstwiesen als lebendigen Lern- und Erlebnisort zu nutzen. 2024 war ein Jahr des Aufbruchs und der Erneuerung – getragen von haupt- und ehrenamtlich Engagierten sowie zahlreichen Partner*innen, die Wandel aktiv und nachhaltig gestalteten.

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