Aktiv
Jungsein in der Kommune (PJuK)
Netzwerk, Jugendbeteiligung

Das Projekt „Jungsein in der Kommune“ (PJuK) rückt die Jugendarbeit in Herrenberg in den Fokus. Ende Juni ist das Projekt gestartet. Ziel ist, bis zum Sommer 2022, die Bedarfe und Angebote der Kinder- und Jugendarbeit in Herrenberg unter Mitwirkung von haupt- und ehrenamtlichen Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter sowie Jugendlichen, als Expertinnen und Experten ihrer Lebenslage, zu erheben. Das Projekt wird vom Stadtjugendring Herrenberg e.V. (SJR) in Kooperation mit dem städtischen Amt für Familie, Bildung und Soziales durchgeführt.

Der Startschuss für das Projekt mit der Abkürzung „PJuK“ wurde am 23. Juni gegeben: An diesem Tag gründete sich die 15köpfige Steuerungsgruppe, die den großen Prozess beratend, vermittelnd und partizipativ begleiten wird. Dieses digitale Auftakttreffen diente der Vernetzung aller Akteurinnen und Akteure, ermöglichte einen Einblick in die vorläufige Projektplanung und in die individuellen Mitwirkungsmöglichkeiten und Handlungsspielräume. Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Expertinnen sind Vertreterinnen und Vertreter der lebensweltnahen Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Schule sowie politische Akteure wie Jugendbeiräte und das Kreisjugendreferat. Der Erfolg des Prozesses setzt die Einbindung der vielseitigen Erfahrungen aller Akteure voraus und erfordert einen nachhaltigen Ansatz für die Angebot- und Bedarfserhebung, der Gegenwart und Zukunft zusammendenkt. Parallel zur Leitbild-Bürgerumfrage im Mai 2021 wurden Vereine und Engagement-Gruppen in Herrenberg unter dem Titel „Starkes Engagement – Was gibt‘s? Was braucht‘s? Situations- und Ressourcenanalyse der Vereine und Bürgergruppen in Herrenberg“ befragt. Die Ergebnisse aus diesen beiden Umfragen, die sich auf Jugendliche und Jugendarbeit beziehen, fließen ebenfalls in PJuK ein.

Stimmen aus der Steuerungsgruppe

„Ich erhoffe mir eine innovative Herangehensweise mit einem Blick in die Zukunft,“ formuliert beispielsweise Mahmoud El-Dassouki (Gemeinderat und Jugendbeirat) seinen Anspruch an PJuK. Stefanie Hiesel (Geschäftsführerin und Jugendreferentin beim SJR) beschreibt die gemeinsame Vision so: „Wir wollen eine Struktur schaffen, mit der es der Verwaltung mit freien Trägern und Vereinen gelingt, die Herrenberger Jugendarbeit wirkungs- und zukunftsorientiert auszurichten. Alle jungen Menschen bei uns sollen unabhängig von ihrer Kultur, Religion, Migrations- oder Fluchterfahrung, sexueller Identität oder Handicap, dran teilhaben können.“ Für das Amt für Familie, Bildung und Soziales sagt Amtsleiter Johannes Roller: „Wir wollen, dass die Jugendarbeit in Herrenberg für die Zukunft gut aufgestellt ist. Dazu möchten wir herausfinden, wie wir diesen Bereich bedarfs- und wirkungsorientiert weiterentwickeln können. Wir versprechen uns von PJuK wertvolle Erkenntnisse und eine gute Basis für die Weiterentwicklung der Herrenberger Jugendarbeit.“

Nächste Schritte

Ab Herbst 2021 sind vier zielgruppenspezifische Expertenworkshops angesetzt, um die Angebote und Bedarfe der Jugendarbeit zu erfassen. Die Steuerungsgruppe trifft sich wieder im Oktober. Den partizipativen Abschluss bildet Anfang 2022 eine gemeinsame Zukunftswerkstatt, aus der wiederum Handlungsempfehlungen für die Umsetzung einer inklusiven Jugendarbeit in Herrenberg abzuleiten sind. Sie sollen den Weg einer nachhaltigen Jugendarbeit ebnen und den Rahmen von Entscheidungen vorgeben – damit diese, von freien und öffentlichen Trägern, nicht mehr aus dem Bauch heraus getroffen werden müssen. Die Teilnehmenden der Steuerungsgruppe sollen auch nach Abschluss des Projekts als Expertinnen und Experten der schulischen und außerschulischen Jugendarbeit bei der Umsetzung der Handlungsempfehlungen beratend und umsetzend tätig werden.

Das Projekt „PJuK – Jungsein in der Kommune“ wird gefördert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg. Die Federführung teilen sich Stadtjugendring und das städtische Amt für Familie, Jugend und Soziales.

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