Jugendforum fällt aus – aber die Jugendbeteiligung geht weiter! “Dezentral und digital” heißt das neue Format

Veröffentlicht am: 16. November 2020

Am 19. November wäre es wieder soweit gewesen. Ca. 150 Jugendliche aus allen weiterführenden Schulen in Herrenberg hätten, wie jedes Jahr, eine Schulbefreiung bekommen um das Jugendforum zu besuchen.  Stattdessen wird das, vom SJR entwickelte, Format “dezentral und digital” Jugendlichen weiterhin die Möglichkeit geben, ihre Ideen und Projekte in Herrenberg einzubringen.

Für Jugendliche ist das Jugendforum eine einzigartige Möglichkeit sich bei Pizza und guter Laune eine Meinung zu aktuellen Themen der Stadtverwaltung zu bilden. Und es bietet die Möglichkeit eigene Themen zu finden, neue Ideen für Herrenberg zu entwickeln und an konkreten Projektideen zu arbeiten. Zudem wären die Ergebnisse noch am gleichen Tag den Gemeinderät*innen vorgestellt worden und die Jugendlichen hätten sich hier Verbündete suchen können. Das Jugendforum wäre nicht nur eine Veranstaltung gewesen, sondern für viele auch ein wichtiger Weg in die politische Jugendbeteiligung!

Nicht nur Jugendliche bedauern, dass der Termin nicht stattfinden kann. Auch der Stadtverwaltung und den Gemeinderät*innen geht eine wichtige Möglichkeit verloren,  bei anstehenden Projekten die Jugendlichen nach ihren Meinungen und Ideen zu fragen.  Für den Stadtjugendring, der von der Stadt Herrenberg beauftragt ist die Jugendbeteiligung nach dem Herrenberger Modell umzusetzen, hieß es daher, ein neues Format zu finden, damit Jugendlichen diese wichtige Chance Demokratie zu leben nicht verwehrt bleibt.

“Dezentral und digital” ist das Format, mit dem Jugendreferent Michael Wolfschläger die Jugendbeteiligung durch die Pandemie steuert. Große Zusammenkünfte meiden – themenspezifisch in Kleingruppen an stätischen Themen arbeiten. Treffen finden sowohl an unterschiedlichen Orten, an denen Jugendliche sich sowieso treffen und die Hygienevorschriften gewahrt bleiben können als auch im virtuellen Raum statt. Um Jugendliche über Beteiligungsthemen zu informieren, greift das neue Format vor allem auf das breit gefächerte Netzwerk zurück, das den Stadtjugendring unter anderem auszeichnet.

So fand z.B. am 06.11.2020 ein digitaler „Jugendbeteiligungsworkshop zum Klimafahrplan” mit Ansprechpersonen aus der Stadtverwaltung statt. Jugendliche aus der Jugenddelegation werden die Ergebnisse und Forderungen den Herrenberger Gemeinderät*innen beim “Klimabeirat” im Dezember präsentieren. Auf ähnlicher Weise wird im Dezember 2020 und Januar 2021 die “Jugendbeteiligung zur Kulturkonzeption” und ab Frühjahr 2021 die Jugendbeteiligung zum “Leitbild 2028” stattfinden. Wieder wird es die Möglichkeit geben sich im Vorfeld “dezentral”, wie z.B. im Verein, der Schulklasse oder einer anderen bestehenden Jugendgruppe Gedanken zum Thema zu machen, um anschließend “digital” in den Austausch mit den verantwortlichen Personen der Stadtverwaltung zu kommen. Die dort entstandenen Ideen können dann in Projektgruppen, die vom Stadtjugendring begleitet werden, weiter verfolgt werden. Über die Jugenddelegation mit ihrem Rede-, Anhörungs-  und Antragsrecht im Gemeinderat kann auch direkt politischer Einfluss genommen werden.

Die Jugendbeteiligung in Herrenberg wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ „Diese Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) dar. Die Verantwortung für inhaltliche Aussagen liegt bei der Stadtverwaltung ung dem Stadtjugendring.

Zum Projekt Jugendforum
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