SJR-Gesundheitseinweisung qualifiziert Jugendarbeiter*innen – Corona-Spezial für Ferienfreizeiten

Veröffentlicht am: 29. Juni 2020

Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen müssen vor der Beschäftigung in Küchen und auf Freizeiten über die Hygieneanforderungen bei der Zubereitung bzw. Verteilung von Speisen unterwiesen werden. Daher führte der Stadtjugendring vergangene Woche seine halbjährliche Gesundheitseinweisung in der Volkshochschule mit insgesamt 22 Teilnehmer*innen durch.

Der Corona-Sommer 2020 erfordert von jungen Leiter*innen mehr Sorgfalt und ein großes Umdenken in allen Bereichen der Gestaltung von Ferienfreizeiten. Die Verordnungen ändern sich wöchentlich und häufig lässt der vorhandene Gestaltungsspielraum fragende Gesichter zurück. Daher ergänzte SJR-Verbandsjugendreferent Christian Nagler seine traditionelle Gesundheitseinweisung mit einem Corona-Spezial, um den jungen Teams auf den Ferienfreizeiten mehr Sicherheit in der Umsetzung der Hygieneverordnungen zu geben.

Dabei wurde nicht nur über pädagogische Handlungsempfehlungen diskutiert, sondern auch über die nötigen Sicherheitsmaßnamen und deren praktische Umsetzung. Viele Gesetzestexte lassen sich oft nur verstehen, wenn man darüber spricht und deren Sinn ergründet. So ließen beispielsweise „die Regelungen zum Sicherheitsabstand auch Platz für pädagogisches Feingefühl in der Arbeit mit Kindern“, führte Nagler aus. In den vergangenen Wochen steckte die Volkshochschule viel Energie in die Entwicklung eines Hygienekonzepts für die Ferienfreizeiten im Ferienspaß. Dieses werde nun umgesetzt und an die verantwortlichen Leiter*innen vermittelt.

Aber auch die alltäglichen Themen kamen bei der Schulung nicht zu kurz. So vermittelte der SJR-Referent Tipps und Tricks zur Hygiene im Umgang mit verderblichen Lebensmitteln und zur Vermeidung von Lebensmittelinfektionen. Er informierte über die verschiedenen Infektionsquellen und die üblichen Schutzmaßnahmen für Ehrenamtliche bei Vereinsfesten, auf Jugendfreizeiten oder Kuchenbasaren. Natürlich war auch die Ausstattung für die Verpflegung auf Freizeiten oder bei Vereinsfesten ein Thema, zu dem es viel Klärungsbedarf gab. Anschließend suchte die interessierte Runde Antworten auf eine Vielzahl von Fragen: „Wie kann ich eine Gruppenaktivität mit Corona-Schutz durchführen?“, „Warum darf man Kisten nicht auf den Boden stellen“ oder „Wie muss ich Lebensmittel kennzeichnen, damit ich niemanden in Gefahr bringe?“. Um das Erlernte zu vertiefen, stellte ein Lehrfilm die Jugendlichen auf die Probe und testete ihr Wissen.

Mit dieser Qualifizierung können die Teilnehmer*innen ihre zertifizierten Kenntnisse bei einer Kontrolle des Gesundheitsamtes belegen und sind damit nun auf der sicheren Seite. Viel wichtiger ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass sie sich im Umgang mit Lebensmitteln und Krankheiten besser vorbereitet  fühlen. Wir wünschen allen Beteiligten viel Spaß auf ihren Freizeiten.

Zum Projekt Gesundheitseinweisung und Hygienebelehrung