Abschlussfeier der Wanderausstellung [fluchtpunktpunktpunkt]

Veröffentlicht am: 24. April 2018

Tänze, Mitmachzirkus, Live-Band und Denkwerkstatt „Integrationsoffensive“

Am vergangenen Samstag feierte [lampedusa calling] das Ende seiner 14-tägigen Wanderausstellung vor der Stadthalle Herrenberg. Rund 100 Besucher*innen waren gekommen, um die Container mit einem vielfältigen Programm zu verabschieden. Der Abschlusstag begann aufregend mit dem Mitmachzirkus „Manege frei!“ Kinder und Jugendliche  zeigten auf Slacklines, bei Jonglage, auf einem Trampolin und mit anderen artistischen Balanceübungen, wie schön gelebte Integration sein kann. Ebenfalls der Besuch der Lebenshilfe mit einer Jugendgruppe machte diese Veranstaltung zu einer Aktion mit tollen Erfahrungen.

Anschließend entwarfen Geflüchtete, Fachpersonen, Ehrenamtliche, Gemeinderäte und andere Herrenberger Bürger*innen gemeinsame Ideen, wie Lösungen für eine gelingende Integration aussehen könnten. In der Denkwerkstatt „Integrationsoffensive“ machten sie sich Gedanken dazu, welche Veränderungen sie selbst anstoßen könnten und welche Forderungen sie an die Politik haben. Insbesondere die Schaffung von Begegnungsräumen in der Gesellschaft und eine bessere räumliche Anbindung der Geflüchteten an die restliche Bevölkerung waren zentrale Punkte, die das Zusammenleben stärken. Mobilität und der Öffentliche Nahverkehr waren ebenfalls wichtige Themen, die für die Teilnehmenden häufig große Herausforderungen darstellen.

Beeindruckt über das Projekt [lampedusa calling] zeigte sich Gastredner Alexander Maier, der sich im baden-württembergischen Landtag unter anderem im Innenausschuss mit Integration befasst. Dabei lobte er den Ansatz, der den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärke und die interkulturelle Öffnung fördere. Den furiosen Abschluss bildete die Herrenberger Jugendband „CUBE SIX“. Mit bekannten Songs aus dem Rock- und Pop-Genre sowie spannenden eigenen Stücken begeisterten sie das Publikum.

Damit endet die Wanderausstellung [flucht…] und die Container wurden feierlich für den nächsten Zielort versiegelt. Aber natürlich geht die Arbeit in Herrenberg weiter und die gewonnen Erfahrungen stärken die örtliche Integrationsarbeit. In den vergangenen zwei Wochen nahmen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, mit und ohne Handicap an über 30 Veranstaltungen teil. Sie haben Gedichte geschrieben, Vorträgen zugehört, Theater gespielt, gerappt, getanzt und gemeinsam an den Themen Toleranz sowie Vielfalt gearbeitet.

 

Zum Projekt [lampedusa calling]