Eröffnungsfeier der Wanderausstellung [fluchtpunktpunktpunkt]

Veröffentlicht am: 16. April 2018

Am 07.04.18 startete [flucht…] vor der Stadthalle Herrenberg. Mit Musik, Tanz und Wortmeldungen verschiedener Politiker*innen wurde die Wanderausstellung eingeweiht. Neben der Präsentation des Ausstellungscontainers finden dort bis zum 21.4.2018 viele Vorträge, Workshops und weitere Veranstaltungen statt.

In sechs verschiedenen Sprachen begrüßte die SJR-Jugendgruppe von [lampedusa calling] die rund 500 Besucher*innen zur Eröffnungsfeier der Wanderausstellung [flucht…]. Dabei führten Hannah Koch, Yumna Alharabali und Mahmoud El-Dassouki mit viel Witz und Charme durch das Programm. Aber natürlich kamen auch prominente Gäste zu Wort. So wies Dr. Murschel (Landtagsabgeordneter der Grünen) darauf hin, dass „wir in einer vielfältigen Gesellschaft leben, jedoch alle ein gemeinsames Ziel haben: Ein Leben in Frieden“. Dies betonte auch Dr. Veronika Kienzle (Referentin der Staatsrätin Frau Erler), die das Projekt als Symbol für Mitverantwortung und Solidarität lobte.

In einer feierlichen Eröffnungszeremonie wurde das Rote Band zerschnitten und die Besucher*innen konnten erstmalig die Wanderausstellung besuchen. Diese beginnt mit einem fast wortlosen Kurzfilm, der Segmente von verschiedenen Fluchterfahrungen zeigt. Wortwörtlich durchbricht man die Leinwand, um in einem schwarzen Nichts zu landen. Nach einer Phase der Orientierung findet man sich in einem kargen Raumabschnitt wieder, der für das Ankommen in Deutschland steht. Das Mobiliar aus der Erstaufnahmestelle Ellwangen ist bewusst nicht spektakulär, sondern soll die Einfachheit und Tristesse dieser Situation aufzeigen. Im nachfolgenden Spiegelkabinett werfen die Betrachter einen Blick auf sich selbst. „Wie wir mit Menschen umgehen, hat auch etwas mit mir zu tun“, so Johannes Schmied (Projektleitung).

Nach einem Jahr [lampedusa calling] wurde bereits viel geleistet. Viele Institutionen und Vereine sind näher zusammengewachsen und arbeiten an einem gemeinsamen Ziel – gelingende Integration. Die Jugendgruppe hat gekocht, getanzt, gespielt, gearbeitet und gelacht. Aus einer kleinen Gruppe ist eine große Gemeinschaft aus vielen verschiedenen Ländern geworden. Johannes Schmied und Barbara Lohner (pädagogische Leitung) warfen einen besonderen Blick auf die vergangenen Ereignisse. Symbolisch jonglierten die beiden während ihrer Rede mit bunten Bällen, die für Jugendarbeit, Kunst, Politik, Geld, Integration und Mut in Herrenberg standen.

„Es ist noch gar nicht so lange her, dass sich auch deutsche Bürger auf der Flucht befanden“, gab Ralf Heinzelmann (Wirtschafts- und Kulturförderer der Stadt Herrenberg) zu bedenken. Daher sollte es unsere gemeinsame Aufgabe sein, ein Miteinander zu schaffen. Bis zum 21. April ist die Ausstellung täglich von 11:00 Uhr bis 21:00 Uhr vor der Stadthalle geöffnet. Es warten viele Workshops für Kinder und Jugendliche sowie Vorträge und Diskussionsrunden für Erwachsene.

Wir bitten um Anmeldung für die Veranstaltungen über die Hompage www.lampedusa-calling.de/events/

 

 

 

 

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